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08.Juli 2021: "Zusammenarbeit mit Familien in der Coronazeit."

 

In einer kleinen Runde trafen sich Eltern zu einem Online-Austausch am 08.07.2021 zum Thema: „Zusammenarbeit mit Familien in der Coronazeit“.

Wir kamen zu der Frage ins Gespräch, wie Kommunikation mit Familien in der Coronazeit, insbesondere auch in den beiden Lockdowns gestaltet wurde. Es hat sich gezeigt, dass im ersten Lockdown der Kontakt zur Kita zunächst einmal abgebrochen ist und auch keine Angebote von Seiten der Kita gemacht wurden. Am gravierendsten spürbar war das für Familien, die keinen Anspruch auf Notbetreuung hatten. Konnte das eigene Kind hingegen in der Kita betreut werden, hat sich das sogar eher positiv ausgewirkt. Weniger Kinder in der Kita bedeuteten gleichzeitig einen wesentlich besseren Personalschlüssel.
Die Schwierigkeit für arbeitende Eltern im Lockdown zeigte sich bei der Organisation des Familien- und Arbeitsalltags. Die Betreuung war nur mit Homeoffice-Regelungen des Arbeitgebers, Unterstützung durch Großeltern und das Abwechseln mit dem Partner oder der Partnerin möglich. Von guter Vereinbarkeit kann man hier jedoch nicht sprechen, da die Eltern Ihre Arbeitszeiten teilweise stark einschränken und auch zeitlich in die frühen Morgenstunden oder die späten Abendstunden verlegen mussten.

Einschneidend war diese Zeit auch für Kinder, da der Kontakt zur Kitagemeinschaft abgebrochen ist und somit auch zu den Freunden. Über die Kita war es nun nicht mehr möglich Kontakt aufzunehmen. Das Engagement eines Elternbeirats hat dazu geführt, dass über einen Elternverteiler die Familien wieder Kontakt miteinander aufnehmen konnten.

Im Laufe der Zeit haben sich alle Kitas auf den Weg gemacht und zum Teil mit Unterstützung der Elternbeiräte verschiedenen digitale Formate ausprobiert und umgesetzt. Es gab z.B. :

  • Elternversammlung digital
  • E-Mails mit Bastel- und Spielangeboten
  • Newsletter vom Elternbeirat
  • Digitale Entwicklungsgespräche
  • Digitaler Bibliotheksbesuch

Mit Blick auf die kommenden Monate wünschen sich Eltern vor allem, dass die Kitas offenbleiben. Im Falle erneuter Schließungen sollte die Betreuung der Kinder und der Berufsalltag besser zu vereinbaren sein. Angebote, wie die Erhöhung der Kind-Krank-Tage kamen hier viel zu spät. Einige Neuerungen aus der Coronazeit können aus Sicht der Eltern auch gern bleiben und weiterentwickelt werden. Hier ist das Abgeben des Kindes an zentraler Stelle genannt: Das Abgeben und selbstständige An- und Ausziehen der älteren Kinder in der Garderobe, hat sich für viele Familien bewährt. Auch die Möglichkeit eines digitalen Entwicklungsgesprächs würden viele Eltern gerne weiter nutzen. Doch machten die Teilnehmenden auch deutlich, dass die Kitas Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung digitaler Medien brauchen.  

 

 

Das Programm KITA-Rat der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung findet in Kooperation mit dem Stadtelternrat Dresden statt und wird durch die Landeshauptstadt Dresden gefördert.