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19.05.2020: Digitaler Infoabend "Schulvorbereitung in Zeiten von Corona. Übergänge kindgerecht gestalten"

 

Am 19.05.2020 luden wir, ganz im Zeichen der Corona Pandemie, zu unserem 1. digitalen Infoabend zum Thema „Schulvorbereitung in der Kita. Übergänge kindgerecht gestalten“ ein.

Zu Beginn gaben uns die Expertinnen Anne Schmidt (stellvertretende Kita-Leitung der Kita Hechtstraße und verantwortlich für das pädagogische Konzept der Schulvorbereitung) und Ina Seidel (Fachberaterin und Lehrkraft der „Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule" in Ponickau, Mitglied in der Expertengruppe Schuleingangsphase) einen Einblick, wie Kinder normalerweise auf dem Weg vom Kindergarten in die Schule begleitet werden. Anne Schmidt stellte klar, Schulvorbereitung beginne schon ab dem Kita-Eintritt. Im letzten Kita-Jahr sei es vor allem ihr Ziel, den Kindern die Angst vor der Schule zu nehmen und sie gestärkt in die Schule zu übergeben. In fast allen Kitas gebe es im letzten Kita-Jahr verschiedene Highlights für die Vorschulkinder, wie Ausflüge, Abschlussfahrten oder das Zuckertütenfest.

Beide Expertinnen machten deutlich: Es geht nicht darum, dass Kinder beim Schuleingang über ein bestimmtes Wissen verfügen, sondern sie müssen physisch und psychisch gefestigt sein, um in die Schule gehen zu können. Ganz entscheidend sei hierbei auch das Vorhandensein verschiedener sozialer Kompetenzen (gegenseitiges Helfen, Frustrationstoleranz, Konfliktfähigkeit).

Kinder sind trotz Corona gut auf Schule vorbereitet

Da ein Teil der geplanten Schulvorbereitung durch die Corona-Pandemie aber nicht in den Kitas stattfinden kann und konnte, begaben sich die Expertinnen und Eltern anschließend in eine Austausch- und Fragerunde: Sind die Kinder aktuell überhaupt ausreichend auf die Schule vorbereitet? Wie können Abschiede in der Kita und die Begrüßung in der Schule unter Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Kontaktgebote gestaltet werden?

Die Expertinnen machten den teilnehmenden Eltern Mut, dass die Kinder bereits gut durch die Kitas auf die Schule vorbereitet seien. Ina Seidel bat die Eltern darum, in ihr Kind und in die Lehrkräfte zu vertrauen. Die Lehrkräfte holen die Kinder in den ersten Wochen da ab, wo sie individuell stehen. Anne Schmidt betonte, dass die Kinder selbstverständlich auch an der Zeit mit ihren Familien gewachsen seien. Sie setzt hierbei vor allem auf alltagspraktisches Lernen: Denn was ist eine bessere Mathematikvorbereitung als das gemeinsame Kuchen backen! Als weitere Tipps für die häusliche Schulvorbereitung nannte Frau Seidel:

Gemeinsam mit Fachkräften Übergangsrituale gestalten

Beim Thema Übergangsgestaltung bestärkten die Expertinnen die Eltern darin, sich aktiv an der Ausgestaltung des Kita-Abschiedes und der Einschulung zu beteiligen und dazu ins Gespräch mit den pädagogischen Fachkräften der Einrichtungen zu gehen. Und auch wenn es keine typischen Abschieds- und Einführungsfeste gibt, wird es dennoch möglich sein, kleine Feierlichkeiten durchzuführen – sei es eine Feier in der Kleingruppe oder das „Zelebrieren“ des letzten Tages eines Vorschulkindes in der Kita. Grundschullehrkräfte könnten Begrüßungsvideos aufnehmen, um die Vorfreude auf die Schule zu fördern.

Diesen mutmachenden Abend schlossen alle mit dem Wunsch ab, in diesen herausfordernden Zeiten Vertrauen ineinander zu setzen sowie Wege und Formen des Austausches und der gegenseitigen Information zu finden, um keine Unsicherheit wachsen zu lassen.

Das Programm KITA-Rat der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung findet in Kooperation mit dem Stadtelternrat Dresden statt und wird durch die Landeshauptstadt Dresden gefördert.